Saaten

Eine immer wiederkehrende Frage ist, ob die Fütterung von Saaten sinnvoll ist oder nicht.
Saaten sind sehr energiereich. In der freien Natur haben Wildkaninchen diese nur in geringen Mengen zur Verfügung und auch lediglich in einem eingeschränkten Zeitraum im Jahr. Der Verdauungstrakt und das Gebiss von Kaninchen sind grundlegend nicht für das von der Struktur her „kurze“ und energiereiche Futter geeignet. Bei einer ausgewogenen artgerechten Kaninchenernährung ist die Gabe von Saaten nicht notwendig.

Wann ist die Fütterung von Saaten sinnvoll?
Gesunde Kaninchen nehmen alle leb ens notwendigen Nährstoffe über Ihre Nahrung auf. Dennoch ist die Gabe von Saaten bei erkrankten oder alten Tieren und auch bei Kaninchen in Außenhaltung im Winter eine gute Nahrungsergänzung in Bezug auf Fettsäuren und als Energielieferant. Bei bestimmten Erkrankungen erreicht man eine Linderung der Beschwerden. Ölsaaten sind ebenfalls gut für das Fell und die Haut, sie können in Mischungen den Fellwechsel unterstützen.

Grundsätzlich wird zwischen Mehlsaaten und Ölsaaten unterschieden:
Ölsaaten werden, wie der Name es bereits sagt zur Ölgewinnung genutzt und haben einen hohen Fettgehalt. Für Kaninchen sind sie gut verträglich. Ölsaaten enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, pflanzliche Eiweiße und verschiedene Vitamine.
Mehlsaaten werden in erster Linie zur Mehlherstellung verwendet, sie haben einen hohen Stärkegehalt und sind sehr energiereich. Aufgrund des hohen Stärkeanteils, werden diese nicht von allen Tieren gut vertragen und sollten genau auf die Bedürfnisse und Verträglichkeit abgestimmt werden. Zu empfehlen ist, diese langsam anzufüttern und zu beobachten ob das Tier sie verträgt. Generell sind Mehlsaaten mit Spelz besser verträglich, durch die Hülle reduziert sich die Verzehrmenge und die Zähne werden gut beansprucht.

Was muss ich bei der Fütterung von Saaten beachten?
Die Saaten können den Tieren als Mischungen angeboten werden. Grundlegend ist die Gabe der Saaten und auch die Mischungen auf die einzelnen Tiere und eventuell bestehende Problematiken/ Vorerkrankungen abzustimmen. Eine übermäßige Gabe von Ölsaaten kann abführend wirken, eine zu hohe Menge Mehlsaaten hingegen führt zu Verdauungsbeschwerden. Daher muss der Kot der Tiere vom Halter beobachtet werden. Eine Fütterung von Saaten sollte in Maßen erfolgen. Von maximal 1 TL pro Tag bis hin zu 1 EL die Woche können Saaten angeboten werden. Nach einiger Zeit zur Eingewöhnung teilen sich viele Kaninchen die Saaten selbst ein, so dass auch ohne Bedenken die ganze Wochenration gegeben werden kann und die Kaninchen fressen nicht alles auf einmal auf.

Empfehlungen für Saatenmischungen
Bei Magen-Darm-Beschwerden ist eine Mischung aus Fenchel-, Anis- und Kümmelsamen ein leckerer Snack für die Kaninchen.
Auch kann man die Saatenmischungen mit getrockneten Wurzeln, Blütenpollen, Kräutern, Nüssen, Gemüse etc. ergänzen, da diese, wie z.B. Eibischwurzel, positiv auf den Magen-Darm-Trakt wirken. Weitere Kräuter, Wurzeln etc. finden Sie in unseren Futterlisten.
Im Fellwechsel unterstützend gegen Haarballen im Magen hilft besonders der Kojak-Mix von Kellis-Tiershop sowie das Haarklein von den Schnuffelzwergen.

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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 17.10.2015 um 02:36.